Da soll es "Naturschützer" mit pseudo-religiöser Weltanschauung geben, die meinen, man solle Vögel nicht füttern, da man die natürliche Auslese behindere. Außerdem trage man Schuld, dass Vögel ihre Jungen nicht mit Insekten, sondern mit Vogelfutter atzen, was zu deren Tod führe.
Für letztere Behauptung gibt es weder Belege, geschweige denn wissenschaftliche Untersuchungen.
(Die Wahrheit der Religionen ist erstarrt, Wissenschaft hinterfrägt sie immer wieder neu.)
Auch das zunächst angeführte Argument der evolutionären Selektion wird schon im zweiten Satz außer Kraft gesetzt.
(Evolution kann ohnehin nicht von Menschen gesteuert werden.)
Die Fütterung mit dem Beginn der Jungenaufzucht einzustellen, ist laut dem Ornithologen Professor Berthold
(Peter Berthold, Gabriele Mohr, Vögel füttern - aber richtig, Kosmos ISBN 3440108007 Preis 7,95 €)
sogar problematisch, weil einige Vogelarten besonders früh brüten und ihre Fortpflanzungsperiode somit in Zeiten fällt, in denen verspätete Kälteeinbrüche durchaus üblich sind. Die damit verbundenen Todesfälle sind gravierend: Heute zählt für viele Vogelarten jedes Individuum, das ein fortpflanzungsfähiges Alter erreicht und eine hohe Nestlingssterblichkeit aufgrund von Kälteeinbrüchen kann für einige Bestände fatale Folgen haben.


natureMade Nr. 50 bis 52
Die Fundstücke sind teilweise zur Befestigung auf dem Sockel angebohrt.
Sonst wurden sie nicht bearbeitet.
Außer den Nummern gibt es keine Bezeichnungen oder Titel,
um den Betrachter in seiner Interpretation nicht einzuengen.


Form Follows Funktion
Der Terminus (erstmals 1852 formuliert vom Bildhauer Horatio Greenough) fand im Bauhaus als Gestaltungsprinzip praktische Anwendung.
Ein halbes Jahr Überlegungen, begleitet von Skizzen und Pappmodellen waren notwendig, bis mein Vogelfutterautomat dieser Prämisse entsprach.
Die Konstruktion besteht aus einem Würfel, der auf einer Ecke steht. (Dafür sorgt ein Dreieck aus Holz an der Rückseite.)
An einer Seite können Erdnüsse herausgepickt werden, Sonnenblumenkerne rieseln gegenüber in eine Querrinne.
Die große, glatte Grundplatte verwehrt Katzen und Mäusen den Zutritt von unten, oben werden die Schalen durch den Luftzug der Flügelbewegungen weggeblasen.
Die beiden getrennten Vorratsräume innen fassen je etwa 30 Liter und laufen trichterförmig an der Spitze zusammen. (So bin ich nicht dauernd mit dem Nachfüllen beschäftigt und es gibt keinen Futter-Rückstau.)
Das Material:
wetterfeste Siebdruckplatten, Stärke 9 Millimeter
Korpus:
4 mal 40cm X 40cm
2 mal 41cm X 41cm
Trennwand:
40cm X 54cm
Grundplatte:
55cm X 55cm
Dach:
2 mal 50cm X 50cm
1 mal 49cm X 50cm


natureMade Nr. 47 bis 49
Jetzt liegt die Donau wieder träge in ihrem Bett.
Es ist vorüber, das Hochwasser 2013,
das der frühsommerlichen oberbayerischen Inkontinenz bei der Schneeschmelze entspringt.
Auch die Kieselsteine, die Grundlage meiner natureMades haben den weiten Weg von den Alpen bis zur Donau zurückgelegt.
Nicht so schnell wie das Wasser, hier muss man in Jahren, ja in Jahrhunderten und Jahrtausenden denken.
Ecken und Kanten haben die Steine verloren, manchmal beim Zerspringen wieder gewonnen.


natureMade Nr. 42 bis 46
„Im wissenschaftlichen Bereich ist Kreativität in der Regel die Fähigkeit, etwas zusammenzusehen, was bisher noch nicht zusammengesehen worden ist“, stellt der Hirnforscher Wolf Singer im Gespräch mit meinem ehemaligen Kunsterprofessor Hans Daucher fest.
Alles, was wir „erfinden“, ist also schon da. Es kommt nur darauf an, es zu sehen und durch Präsentation allgemein sichtbar zu machen.


natureMade Nr. 42
In Anlehnung an Ready-mades nenne ich meine Objekte natureMades.
Die Ansichten Marcel Duchamps (* 28. Juli in Blainville-Crevon; † 2. Oktober 1968 in Neuilly-sur-Seine, französisch-amerikanischer Maler und Objektkünstler) stellten den gängigen Kunstbegriff radikal in Frage: Als Ready-made verwirklichte er das Konzept des Objet trouvé in seinem Fahrrad-Rad (1913), Flaschentrockner (1914) und Fontäne (1917). Er vertrat öffentlich die Meinung, dass bereits die Auswahl eines Gegenstandes ein künstlerisches Werk sei (was damals zu einem Kunstskandal führte).


Eine haarige Sache
- noch ein Fundstück aus den 1980er Jahren


Anamorphose
- ein Fundstück aus den 1980er Jahren


Ästhetik braucht kein "Edel-"
ein Workshop mit der Recycle-Schmuck-Desingerin Dipl. Ing. Catin Fürst


Beobachtungen bei der Vogelfütterung im Winter 2012/2013, unterlegt mit einem Auschnitt der "Böhmerwaldidylle", komponiert von meinem Großvater Heinrich Wimmer.


 

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